Antifingerprint Beschichtung

Antifingerprint Beschichtung

Hallo zusammen,

da es schon vermehrt die Nachfrage gab, wann wir endlich einen Beitrag zur Antifingerprint Front schreiben, habe ich mir heute Nachmittag mal die Zeit genommen, Euch dies etwas näher zu bringen. Dadurch, dass uns die Corona-Krise echt zu schaffen macht, haben wir auch wieder etwas mehr Zeit für den Blog.

Wir merken selbst, dass die Tendenz momentan wieder mehr zur supermatten Fronten geht. Hochglanz ist gar nicht mehr so gefragt, da die supermatten Fronten einfach auch extrem hochwertig ausschauen. Also sind die neuen matten Fronten, das neue Hochglanz von früher.

Nur was genau versteht sich eigentlich unter dieser sogenannten „Antifingerprint-Front“? Sieht man da wirklich keine Fingerabdrücke mehr drauf?

Der Name besagt, was eine Antifingerprint Beschichtung bewirken soll – aber wie genau geht die Prozedur vonstatten? In der Regel ist der Fingerabdruck, von dem hier die Rede ist, tatsächlich physisch da, aber mit dem bloßen Auge nicht oder nur sehr schwach wahrnehmbar. Daher muss, um Abdrücke zu reduzieren oder gar verschwinden zu lassen, der optische Kontrast von Arbeitsplatte und Fingerabdruck reduziert werden.

Mithilfe der Antifingerprint Beschichtung werden hierfür die optischen Eigenschaften des Fingerabdrucks auf der Oberfläche der Platte nachgeahmt. Die Beschichtung selbst ist aber mit 170 bis 210 nm Höhe für das Auge nicht sichtbar, da sie eine hohe Transparenz besitzt. Lediglich unter dem Mikroskop erscheint die Anti-Fingerprint-Beschichtung als blaue, inselartige Bedeckung. Ihr flüssiger Dünnfilm wird in einem zweistufigen Prozess aufgetragen und anschließend mittels UV-Strahlung vernetzt.

Die erste Bezeichnung einer Antifingerprint-Front bzw. Material ist die sogenannte Fenix-Oberfläche. Aber was genau versteht man eigentlich darunter?

Anti-Fingerprint ist kein neues Thema im Bereich der Küchenplanung; wohl aber eines, das sich mit der verstärkten Nachfrage nach matten Oberflächen und den dabei sehr präsenten Fingerabdrücken immer höhere Nachfrage hat. Generell soll eine Anti-Fingerprint-Beschichtung eine Oberfläche schmutzabweisend und gepflegt hinterlassen. Ein Pionier für diese Technik ist das Verfahren von Fenix NTM, einem Nanotech-Material, das mit Elektronenstrahlverhärtung arbeitet und somit die matte Oberfläche veredelt und widerstandsfähig macht. Das war jetzt relativ viel Fachchinesisch, daher versuche ich es Euch nochmal etwas einfacher zu erklären:

Die widerstandsfähigen, zusammengepressten Mikroteilchen sind gleichmäßig angeordnet, pflegeleicht und zudem thermisch reparabel. Kleine Kratzer können mithilfe eines Bügeleisens einfach aus der Oberfläche herausgebügelt werden. Der Nachteil hieran ist dadurch, dass das Material damit nicht zu 100% feuerfest ist und heiße Kochutensilien nur beispielsweise mit einem Brettchen darauf abgestellt werden dürfen. Dies erwähne ich hierbei, da die FENIX-Oberfläche auch im Arbeitsplatten-Material verwendet wird.

Ein anderes Verfahren, welches sich auf dem Markt auch schon sehr gut etabliert hat wäre dann das HotCoating-Verfahren.

Das innovative HotCoating-Verfahren der baden-württembergischen Firma Pfleiderer, die 2018 die größte HotCoating-Anlage geschaffen hat, ist mit diesem Verfahren Marktführer.

Die beeindruckende Großlackieranlage auf 165 Metern Länge bewirkt, dass Holzwerkstoffe mit einer hochwertigen Mehrschicht-Lackierung aus UV-härtenden Acryllacken überzogen werden. Ausgangsmaterial ist eine Einsatzplatte aus Span oder MDF, auf die eine PUR-Funktionsschicht aufgetragen wird und damit einen dauerelastischen Unterbau bildet.

Diese Schicht kann in Supermatt, aber auch in Hochglanz abgebildet werden. Sie wird nicht spröde und ist in der Lage, thermische und mechanische Kräfte auszugleichen, was sie besonders verarbeitungsstabil macht. Anschließend wird die Lackoberfläche mit spezieller UV-Lampentechnologie unter Sauerstoffausschluss ausgehärtet. Hierdurch entsteht eine qualitativ hochwertige Oberfläche, die Abplatzer und Risse auch beim Sägen, Fräsen und Bohren verhindert. Dieses Material ist also besonders gut geeignet für die Bearbeitung auf der Baustelle.

Die spezielle Anti-Finger-Print-Beschichtung ist möglich, da die extrem matten Oberflächen weniger als „5 Glanzpunkte“ erhalten und eine ausschließlich samtige Haptik hinterlassen. Fingerabdrücke bleiben gänzlich unsichtbar; Fettspuren lassen sich schnell entfernen. Neben der hohen Kratzbeständigkeit weisen die Oberflächen der HotCoating-Prozedur auch eine hohe Farbstabilität auf.

Daher geht meine Empfehlung definitiv zum HotCoating-Verfahren der Firma Pfleiderer.

Alle wichtigen Details habe ich aus der Homepage entnommen:

https://www.pfleiderer.com/dach-de/

Was sagt Ihr zu den Antfingerprint-Fronten? Wäre dies eine Alternative für Euch?

Viele Grüße und bleibt gesund,

Marcel

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