Welche Rückwand in der Küche?

Welche Rückwand in der Küche?

Die Küche ist soweit fertig geplant und ziemlich am Ende der Beratung kommt man zu dem Thema „Spritzschutz“ (Rückwand, Nischenverkleidung)

Gerade im Bereich, wo man kocht oder spült, macht dieser Sinn.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man seine Wand vor Fett, Wasser und anderem Schmutz, schützen kann.

Heute zeige ich Euch mal die gängigsten Materialien und was diese natürlich kostentechnisch ausmachen.

Preislich gesehen, ist es am günstigsten eine Schichtstoff-Platte an die Wand zu kleben. Dies ist das gleiche Material, wie bei einer Arbeitsplatte aus Schichtstoff. Daher könnt Ihr hier sicher sein, das Fett und Schmutz keine Chance haben!

Rückwand_Schichtstoff

Großer Vorteil dieser Nischenrückwand ist, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt. Man spricht ungefähr von circa 80€ pro lfm und einer Höhe von circa 51cm.

Wenn Ihr da ans Fliesen denkt… Seid Ihr hier eine ganze Ecke günstiger!

Weiterer Vorteil ist, dass der Monteur vor Ort die Löcher für die Steckdosen bohren kann und für Euch keine Zusatzkosten entstehen. Bei anderen Materialien muss erst schabloniert werden und die Rückwand wird dann nach ein paar Wochen nachgeliefert.

Mann kann dies auch schön kombinieren, wenn man die Frontfarbe auch nochmal in Szene setzen möchte.

Rückwand_Schichtstoff_FrontJPG

Oder das Ganze in einer Edelstahl-Optik bestellen, welche optisch auch einiges her macht.

Rückwand_Edelstahl

Das nächste Material wäre ebenfalls passend zur Arbeitsplatte. Hier wären wir aber beim Stein.

Ihr könnt selbstverständlich den Stein ebenfalls an der Wand hochziehen, solltet aber ein paar Punkte beachten.

Flachrahmen_Spüle

Wie Ihr in meinem Artikel über Natursteinoberflächen, nachlesen könnt. Mag der Stein keine Säure.

Fettspritzer, Wasserdampf usw. Interessieren den Stein erstmal nicht. Solltet Ihr eine polierte Oberfläche in Betracht ziehen, dann bedenkt bitte, dass sich das Fett schön auf der Polierung verteilt und schmiert.

Steckdoseneinschnitte müssen direkt vom Hersteller vorgefertigt werden. Hier wird nach der Montage erst schabloniert und die Rückwand wird später nachgeliefert.

Kostenpunkt pro lfm und 51cm Höhe, ab circa 250€ (je nach Steinart)

Eine gute und auch nicht all zu teure Variante, ist das Glas.

Farblich könnt Ihr Euch aus der RAL-Karte eine Farbe aussuchen und diese wird dann passend für Euch gefertigt. Ihr könnt das Glas mit Trägerplatte oder ohne bestellen. Mit Trägerplatte ist diese stabiler, ohne aber hübscher 😛 Ihr habt die Qual der Wahl.

Hier heißt es ebenfalls nach der Hauptmontage wird schabloniert und die Rückwand nachgeliefert.

Preislich geht das ganze bei circa 150€ pro lfm und 51cm Höhe, los.

Wenn Ihr das Ganze mit einem Motiv dahinter haben möchtet, kostet es gleich mindestens das doppelte.

Steckdoseneinschnitte liegen preislich bei knapp 25€, pro Stück.

Gleiches Prinzip, wie beim Glas, nur optisch mal was ganz anderes, wäre der Spiegel. Deutlicher Vorteil —> gerade in kleinen Räumen, wirkt dieser viel größer. Das ein Spiegel einfach zu reinigen ist, muss ich Euch denke nicht sagen 🙂

Rückwand_Spiegel

Rückwand_Spiegel1

 

Natürlich könnt Ihr in jedem Material, welches Ihr als Arbeitsplatte gewählt habt, auch die Rückwand nehmen. Bei Keramik, Kunststein usw., gilt das gleiche, wie oben beim Naturstein beschrieben. Keramik ist aber am widerstandsfähigsten. Darüber könnt Ihr ebenfalls in der Rubrik „Keramikarbeitsplatten“ alles nachlesen.

Preislich fängt Keramik aber bei circa 350€ pro lfm an.

Als letztes stelle ich Euch noch die Acryl-Nischenrückwand vor.

Wie Ihr auf dem Bild erkennen könnt, ist diese sehr schön dünn gehalten und schaut auch, wenn man es in Hochglanz nimmt, sehr dem Glas ähnlich.

Rückwand_Acryl

Großer Vorteil ist, dass sich dieses Material, wie beim Schichtstoff, vor Ort schneiden lässt. Also habt Ihr die Kosten für Steckdoseneinschnitte wieder gespart. Von der Pflege her müsst Ihr Euch hier ebenfalls keine Gedanken machen. Reinigt sich super, wie ein Glas und ist widerstandsfähig. Beim reinigen sollten Ihr trotzdem aufpassen, dass keine kleinen Körnchen auf dem Lappen oder Schwamm sind. Diese könnte die Oberfläche nach starkem schrubben, verkratzen. Beim Thema Säure, kommt es immer drauf an, wie lange diese auf der Oberfläche haftet. Generell passiert da erstmal nichts, nur wenn es einwirkt, kann die Oberfläche matt werden.

Rückwand_Acryl1

Preislich liegt hier bei circa 180€ pro lfm und 51cm Höhe.

Im Endeffekt entscheidet aber immer die Optik und der Preis. Keramik ist natürlich wieder am besten. Acryl schaut aber auch sehr edel aus und ist preislich nicht ganz so teuer.

Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, dann meldet Euch,

Euer Marcel

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