Griffe Küche

Griffe Küche

Alles im Griff?

„Die Qual der (Griff-)Wahl“ oder „wie finde ich den richtige Griff für meine Küche?“

Im Verlauf der Küchenplanung kommen irgendwann die Griffe an die Reihe. Bei der Frage welcher Griff es denn sein soll, schaut der Küchenplaner dann oftmals in ratlose Gesichter. Deshalb möchte ich Euch hier ein paar Tipps zum Thema Griffe geben geben.

Als erstes sollte man sich natürlich die Frage stellen, ob die Küche überhaupt Griffe haben soll oder ob einem eine grifflose Küche nicht besser gefällt. Diesen Punkt sollte man klären, bevor der Küchenplaner den Entwurf erstellt, da bei der der Planung mit grifflosen Möbeln einiges zu beachten ist, bzw. weil es auch Einschränkungen gibt.

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Hat man sich für eine Küche mit Griffen entschieden, dann gibt es eine Vielzahl an verschieden Griffen, für die man sich meist beliebig entscheiden kann. Oft hilft es weiter wenn man sich bewusst macht welchen Stil die Küche haben soll und dann die Auswahl entsprechend eingrenzt: Ehr rustikal oder Landhaus? Eher schlicht und zurückhaltend? Eher ganz „clean“ und modern? Oder ganz klassisch und einfach? (Du hast noch keine Ahnung welcher Stil der richtige ist? Dann schaut Euch mal unter Küchenstile die Varianten an :)). Es hilft oft auch einfach den Küchenplaner um Rat zu fragen oder sich einige Griffe „live“ in der Ausstellung anzuschauen um ein Gefühl dafür zu bekommen was passen könnte.

Prinzipiell kann jeder Griff auf fast jede Front geschraubt werden, es gibt allerdings auch einige Ausnahmen, wie zum Beispiel „aufgesetzte Griffe“. Hier ist das wichtigste zu wissen, dass solche Griffe meistens einen deutlichen Aufpreis kosten (ca. 20-40 Euro pro Griff!), da die Front schon im Möbelwerk mit dem Griff fest verbunden wird und nicht einfach nachher „draufgeschraubt“ werden kann. Bei sehr günstigen Herstellern werden diese aufgesetzten Griffe auch manchmal aufgeklebt. Diese Variante ist natürlich deutlich günstiger, ist aber nicht zu empfehlen ist, einfach weil das ganze nicht so lange hält. Hochwertigere Möbelhersteller fräsen den Griff in die Front ein und verbinden ihn fest und dauerhaft mit dem Trägermaterial der Front.

Der Vorteil von aufgesetzten Griffen ist natürlich die „saubere“ und moderne Optik, die auf den ersten Blick fast wie eine grifflose Küche wirkt. Aber Vorsicht: Wer sich für diesen Griff entscheidet sollte unbedingt vorher mal einen vollintegrierten Kühlschrank mit diesem Griff öffnen. Um es gleich zu sagen: Mädels, längere Fingernägel könnt ihr bei diesen Griffen vergessen! So eine Kühlschranktüre ist schwer und man hat nur die Fingerkuppen um den Griff zu „halten“. Also: woher unbedingt ausprobieren!

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Beliebt sind auch Stangengriffe, die es in unterschiedlichen Längen und Ausführung gibt. Der Stangenriff ist eine praktische und zeitlose Variante, die trotzdem hochwertig wirkt. Bei größeren Küchen und breiten Auszügen können Stangengriffe, die über die gesamte Front gehen sehr schön aussehen. In einer kleinen geschlossenen U-Küche kann es aber passieren, dass es dann doch „zu viel Griff“ wird. Praktisch sind diese Griffe allemal: Sie lassen sich gut greifen, sind langlebig und in der langen Variante kann man sogar seine Handtücher zum Trocknen drüber hängen. Bei vielen Möbelherstellern ist der Stangengriff auch der einzige, der der sich mit einer Glasfront kombinieren lässt (hier gibts noch mehr Infos zum Thema Fronten).

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Was das Material betrifft, ist Edelstahl am üblichsten, manchmal gibt es aber auch verchromte Griffe oder Griffe aus Holz, Kupfer oder sogar Plastik. Ich würde ganz klar zu Edelstahl raten, denn bei Chrom muss man ziemlich viel putzen und manche der anderen Materialen sind nicht ganz so langlebig.

Noch ein Hinweis zur Anordnung der Griffe: Die meisten Griffe können entweder „waagrecht/senkrecht“, „waagrecht/waagrecht“ oder „mittig“ montiert werden. „Waagrecht/senkrecht“ ist am verbreitetsten und bedeutet, dass der Griff bei Auszügen waagrecht auf der Front sitzt und bei Türen senkrecht. „Waagrecht/waagrecht bedeutet, dass der Griff auf auf der Tür waagrecht sitzt, allerdings nicht mittig sondern versetzt (passend zum Türanschlag). „Mittig“ bedeutet, dass alle Griffe waagrecht und mittig montiert werden, sowohl auf Auszügen, als auch auf Türen. Hier muss man zwischen Optik und Funktionalität abwägen.

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So, das wars jetzt erstmal zum Thema Griffe. Ich hoffe ich konnte euch ein paar wertvolle Tipps dazu geben. Wenn Ihr noch Fragen habt, dann schreibt mir gerne 🙂

Viele Grüße aus München

Marcel 🙂

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